Seite wählen

Dokumentarfilm zum Nachtclub Aquarium mit Podiumsdiskussion zu queerem Leben in Ulm

 

 

„Nachtclub Aquarium“ nannte sich der legendäre Nachtclub in Ulm, der von 1966 bis 1999 hinter einer dicken Tür in der Kohlgasse in Ulm versteckt war.
Geführt von dem Paar Manfred und Garry wurde es zum Zentrum des schillernden Nachtlebens und lockte damals die größten Stars an: Zarah Leander, Konstantin Wecker, Udo Jürgens, Nina Hagen, Freddie Mercury und viele mehr.
Passend zum 40-jährigen Jubiläum, an dem Freddie Mercury seinen Geburtstag in Ulm nachfeierte, wurde der Film „Nachtclub Aquarium“ im Roxy Ulm gezeigt. Über 300 Menschen kamen, um sich den Film anzusehen und im Anschluss der Debatte zum Thema „Räume für alle“ beizuwohnen. Oberbürgermeister Martin Ansbacher enthüllte in einer flammenden Rede eine Gedenktafel.

Der Film basiert auf Erzählungen von Zeitzeugen, die einen ganz unterschiedlichen Bezug zum Club hatten: Stammgäste, der DJ bis hin zum Hausarzt der Wirte. Er zeigt, wie belebend schillernde Freiräume für die Gesellschaft sein können und wie wichtig es ist, sie und die Menschen, die sie kreieren und beleben zu schützen.
Bis 1994 war es aufgrund des § 175 Strafgesetzbuch schwierig, Homosexualität offen zu zeigen. Die Betreiber des „Aquarium“, Garry Lottermoser und Manfred Zauter, ließen sich davon nicht beirren und spazierten dennoch händchenhaltend durch Ulm – für viele ein Skandal, für andere wiederum ein wichtiges Zeichen und Grund genug, um ins Aquarium zum Feiern zu gehen.

Eine Podiumsdiskussion im Anschluss an den Film gab wichtige Einblicke in queere Lebenswelten und zeigte auf, wie wichtig es ist, sich für eine offene Gesellschaft mit allen Facetten einzusetzen. Genau das haben die Betreiber des „Aquarium“ getan und genau dazu ruft der Film auf.

Seit September 2025, Via Training e.V.